Die Zahnbürste und Zahncreme

Man sollte nur eine Zahncreme verwenden, die Fluoride enthält. Dazu eine grundsätzliche Anmerkung: Immer wieder liest man, Fluoride seien giftig, zum Beispiel Krebs erregend. Dazu ist zweierlei zu sagen: Zum einen werden häufig Fluoride mit Fluor verwechselt. Fluor ist ein giftiges Gas, vor dem man sich in Acht nehmen sollte. Fluoride jedoch, die Salze des Fluors (d.h. sie liegen in einer Verbindung mit einer anderen chemischen Substanz vor), sind nicht giftig - es sei denn, man schluckt sie in großen Mengen, wobei dann wohl jede Substanz zum Gift würde. Die Konzentrationen in Zahnpasten, Gelees, Salz u.a. sind so gering, dass keine Gefahr besteht. Außerdem haben Forscher in mehreren Studien untersucht, ob Fluoride Krebs erregend sind - bis heute gibt es keinen schlüssigen Hinweis darauf.
Übrigens: Fluorid gehört zu den unbedingt notwendigen Spurenelementen, die jeder Mensch von Natur aus für seinen Organismus braucht. Ohne Fluoride würden weder Knochen noch Zähne richtig wachsen.
Es gibt verschiedene Fluorid-Varianten: Natriumfluorid, Natriummonofluorphosphat, Aminfluorid, Zinnfluorid. Wirksam sind sie alle; welches Fluorid besser wirkt, darüber streiten sich die Gelehrten - mit unterschiedlichen Ergebnissen, weshalb diese Frage zurzeit noch nicht abschließend beantwortet werden kann.

Andere Fluoridquellen

Zahnmediziner empfehlen, neben einer fluoridhaltigen Zahncreme noch eine weitere Fluoridquelle zu nutzen. Das fängt bei Kleinkindern an: Hier werden Fluoridtabletten angeboten, die sich im Mund auflösen oder zerkaut werden sollen. Dabei muß auf die altersgemäße Dosierung geachtet werden, denn bis zum Alter von etwa acht Jahren kann ein Zuviel an Fluorid auch negative Auswirkungen haben: die so genannte Fluorose, bei der der Schmelz weicher wird, weil die Kristalle nicht mehr richtig aufgebaut sind. Zum anderen bildet das zu viel eingelagerte Fluorid hässliche Streifen auf den Zähnen - ein kosmetisches Problem.

Eine andere, sehr bequeme Möglichkeit, seine Fluoridversorgung zu verbessern, ist die Verwendung von fluoridiertem Salz. Es ist seit 1991 in Deutschland im Handel. Forschungsergebnisse aus der Schweiz zeigen: Fluoridiertes Salz kann die Kariesrate um bis zu 50 Prozent drücken.
Des Weiteren kann man mit Fluoridgelee seine Fluoridbilanz verbessern. In den Gelees ist zehnmal mehr Fluorid enthalten als in normalen Zahnpasten. Man sollte sie deshalb nur einmal in der Woche benutzen - am besten vor dem Schlafengehen, damit die Fluoride lange einwirken können.
Dann gibt es noch die Fluoridspüllösungen - ebenfalls eine erwiesenermaßen effektive Maßnahme zur Kariesreduktion. Sie sollten entweder nach dem Zähneputzen oder auch zwischendurch angewandt werden, wenn Zähneputzen nicht möglich ist.

Die Zahnbürste

Wichtigste Eigenschaft: abgerundete Borsten. Die hat mittlerweile so gut wie jedes Modell - außer den Zahnbürsten mit Naturborsten. Diese haben einen gravierenden Nachteil, nämlich einen Kanal in den Borsten, in dem sich Bakterien ansammeln können. Deshalb sollte man Zahnbürsten mit Kunststoffborsten bevorzugen. Ansonsten sagen die Fachleute, dass man mit jeder im Handel erhältlichen Zahnbürste die Zähne gut reinigen kann - man muss nur die richtige Technik anwenden (oder zumindest nicht die falsche, s.a. "Das Zähneputzen"). Ob also planes Borstenfeld oder eines mit unterschiedlich langen Borsten, gerader Griff oder gebogener usw. - das ist mehr oder weniger Geschmacksache. 
Elektrische Zahnbürsten sind bequemer, und deshalb werden sie von ihren Besitzern auch häufiger und intensiver genutzt. Auch ist hier die Gefahr geringer, dass man beim Putzen Fehler macht.

 

© 2000-2012 Gemeinschaftspraxis Dres. Koberg und Becker