Materialien im Einzelnen

Hier werden die drei im Bereich der rekonstruktiven Zahnmedizin (Prothetik) eingesetzten Materialgruppen besprochen. Darüberhinaus werden auch noch Befestigungszemente und Wurzelfüllmaterialien verwandt, die zu Belastungen des Immunsystems führen können.

Im Zahnersatzbereich kann man drei Hauptklassen unterteilen: Metalle, Kunststoffe und Keramiken.

Auch spezielle Materialien, die wir für besondere Anwendungsgebiete in der Zahnmedizin gebrauchen, werden hier vorgestellt

Keramiken
Keramiken sind generell ausgezeichnet verträgliche Materialien. Leider müssen Vollkeramische Restaurationen meist mit sogenannten "adhäsiven Verfahren" befestigt werden, wozu Kunststoffe unvermeidlich sind.
Seit dem Jahre 2004 verwenden wir die neue Vollkeramik "Cercon". Cercon smart ceramics ermöglicht eine äußerst natürlich wirkende Ästhetik und steht zudem für höchste Bioverträglichkeit.

Metalle
Allgemein gilt, dass je edler die Legierung umso geringer das Risiko einer Metallunverträglichkeit ist, vorausgesetzt, die Verarbeitung wird korrekt durchgeführt (keine Lötungen, blasenfreie GüsseMo., 18.07.2005 12:09ner der zahlreichen bioenergetischen Testverfahren festgestellt werden. Wichtig ist auch die maximal mögliche Reduzierung der Anzahl unterschiedlicher Legierungen in einer Versorgung.

Goldlegierungen
Goldlegierungen werden für viele Restaurationsaufgaben im Mund eingesetzt: Als Füllungswerkstoffe (Inlays), als Gerüststruktur für verblendete Kronen und Brücken, als Haltestruktur bei Verbindungselementen für Prothesen. Diese Legierungen müssen einer Reihe unterschiedlicher Anforderungen genügen, die die Zusammensetzung bestimmen. Meist werden als Zusätze Platin, Silber, Kupfer, Palladium und Iridium verwendet, um bestimmte Materialeigenschaften zu erzielen. Legierungen mit sehr hohem Goldanteil bereiten weniger oft Probleme als die sogenannten Sparlegierungen. Neue zahntechnische Verfahren, vor allem in der Keramiktechnik ermöglichen immer häufiger die Anfertigung völlig metallfreier Versorgungen. Diese sind allerdings sehr aufwendig und teuer. Grundsätzlich kann jede Goldlegierung unverträglich sein. Nur eine individuelle Testung kann Auskunft über die Verträglichkeit geben.

Sparlegierungen
Hierbei handelt es sich um Metallverbindungen, bei denen ein hoher Anteil von Palladium, Silber und Kupfer den entsprechenden Goldanteil ersetzt. Diese Legierungen wurden zu Beginn der 80er Jahre besonders häufig eingesetzt. Die Politik und die Krankenkassen hatten wieder einmal ein Sparprogramm aufgelegt und diese Legierungen zur Standardlegierung erklärt. Diese Legierungen zeichneten sich durch eine besonders starke Korrosionsanfälligkeit aus. Sie sollten heute nicht mehr verwendet werden. Besonders Palladium erweist sich in bioenergetischen Tests sehr häufig als belastendes Material. Palladiumfreie Legierungen sind für alle Zwecke verfügbar. Die Politik und die Krankenkassen haben diese Art des Sparens inzwischen zugunsten anderer Sparmethoden aufgegeben. Das Palladium bleibt in den Mündern der Betroffenen.

Stahllegierungen
Bestehen aus einer Chrom-Kobalt-Molybdän-Legierung, sind sehr fest und in der Regel gut verträglich. Probleme machen die Verbindungsstellen zu anderen Metallen durch Lötung. Diese Lötstellen korrodieren im Mund, was mit einem starken Ionentransfer verbunden ist. Wenn solche Verbindungen erforderlich sind, sollten sie geklebt oder gelasert werden. Mit Stahllegierungen lassen sich aber auch eine Reihe von schwierigen prothetischen Aufgaben lösen. Die Verarbeitung ist schwierig, aber man erhält ein Ergebnis ohne Korrosionsprobleme, wenn keine Verbindung zu anderen Metallen erfolgt. Leider erzeugt das Wort Stahl eher negative Assoziationen und wird daher von Patienten eher negativ bewertet.

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