Zur Architektur des Gebäudes Stiftstrasse 23

Das Haus ist noch ganz in der überlieferten spätklassizistischen Tradition als strenger zweigeschossiger Putzbau über Kellersockel (Kappen auf Gurtbögen) unter einem flach geneigten Satteldach über ausgebautem Drempel an der Ecke zur noch nicht ausgebauten Paulinenstraße errichtet und die Ansichten nur zurückhaltend mit Putz gegliedert. Die sechsachsige Fassade ist durch Zusammenfassung der beiden mittleren Achsen zu einem leicht vorspringenden Risalit gestaltet. Dieser sollte zunächst nur übergiebelt werden, erhielt dann aber zur Belichtung des Drempelgeschosses eine zusätzliche Etage. Das Innere wird über eine Vortreppe vor dem südlichen Seitengiebel erschlossen, die zu einem dunklen Mittelflur mit zweiläufigem Treppenhaus in der südwestlichen Hausecke führt. Darum angeordnet in allen Etagen jeweils sechs Räume, dabei ist im Erdgeschoß eine Gaststättennutzung vorgesehen. Aborte in einem schmalen zweigeschossigen Anbau unter Pultdach an der rückwärtigen Hauswand, vom Wendepodest erschlossen.
Die Adresse lautete bis 1878 Vor dem Marientor 55; bis 1908 Stiftstraße 21. Die heutige Adresse lautet: Stiftstr. 23

Literatur: Faber-Hermann 1989, S. 122-12

Stiftstr. 23 um 1900

Innenansicht um 1900Innenansicht um 1900

Innenansicht um 1900Innenansicht um 1900

Fotos um die Jahrhundertwende.

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